TASK
Im Rahmen von doIT
Projektmanagement Medienentwicklung Baden-Württemberg
Gefördert durch Baden-Württemberg

Mit Unternehmenssoftware erfolgreich Gewinne machen

Knappe IT-Budgets machen es Softwareanbietern nicht leichter, mit Unternehmenssoftware Gewinne zu erzielen. Baden-württembergische Softwareunternehmen beweisen, dass dies durch Zusammenarbeit, Spezialisierung und mit neuen Konzepten in der Softwareentwicklung trotzdem möglich ist. Unterstützung hierbei bietet auch das neue Projekt TASK.

Durch neue Konzepte differenzieren

In Zeiten knapper IT-Budgets spielt das Preis/Leistungs-Verhältnis beim Einsatz von Unternehmenssoftware eine ausschlaggebende Rolle. IT-Unternehmen in den Industrieländern konkurrieren immer häufiger mit Anbietern aus China, Indien oder aus Osteuropa um Aufträge. Trotz steigender Lohnkosten in den typischen Near- und Offshoring-Ländern liegen die Arbeitskosten deutlich unter denen der hiesigen IT-Unternehmen.

„Für uns macht es wenig Sinn, in den Preiskampf einzutreten, wenn wir mit unserer Software zukünftig Gewinn machen wollen“, so Niels Mache, Geschäftsführer der Struktur AG in Stuttgart. „Um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein, müssen wir uns der veränderten Situation anpassen und dem hohen Kostendruck mit Spezialisierung, Kooperationen und neuen Konzepten in der Softwareentwicklung Rechnung tragen“. Vergleichbar mit der Entwicklung in der Automobilindustrie findet auch in der Softwareindustrie seit mehreren Jahren eine zunehmende Industrialisierung statt. Das heißt konkret, dass sich die Produktion von Software zunehmend auf die Erstellung von Komponenten durch einzelne Zulieferer konzentriert, die dann von sogenannten System-Integratoren zusammengeführt werden. Durch die Zusammenarbeit in den entstandenen Software-Lieferketten können sowohl Kosten als auch Entwicklungszeiten, die sogenannte time-to-market, gesenkt werden.

Mit komponentenbasierter Softwareentwicklung Kosten und Zeit sparen

„Bei der komponentenbasierten Softwareentwicklung werden große Systeme nicht am Stück produziert, sondern zusammengesetzt aus einzelnen Teilen“, erklärt Professor Goos von der Universität Karlsruhe. Komponenten sind funktional und technisch abgeschlossene Softwarebausteine, die sich dadurch auszeichnen, dass sie wiederverwendbar und erweiterungsfähig sind

Vernetzung spielt in der komponentenbasierten Softwareentwicklung eine wichtige Rolle. Die unabhängigen Softwarebausteine werden von verschiedenen Entwicklern geliefert und von Systemintegratoren nach dem Baukastenprinzip zusammengefügt. Voraussetzungen zur Wertschöpfung und den erfolgreichen Einsatz von Komponentensoftware sind die enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Software-Lieferkette und eine konsequente Ausrichtung der beteiligten Akteure auf ihre Kernkompetenzen.

Zusammenarbeit in Software-Lieferketten stärken

Die Ansprüche an die Funktionalität speziell bei Unternehmenssoftware sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Gefragt sind Lösungen, die sich problemlos in bestehende Systeme integrieren lassen. Da Unternehmenssoftware direkt in die Geschäftsprozesse eingebunden wird, müssen die Systeme einwandfrei funktionieren. Speziell Kenntnisse der Unternehmensprozesse und der damit verbundenen Anwendungen sind hierfür entscheidend. Anwendungs-Know-how gehört zu einer der wichtigen Kernkompetenzen der baden-württembergischen Unternehmen. Auf dieser Grundlage können Lösungen bedarfsgerecht entwickelt und erfolgreich am Markt positioniert werden.

Baden-Württemberg als Schrittmacher der IT in Deutschland bietet den Unternehmen hervorragende Voraussetzungen, um in der gegenwärtigen Industrialisierung der Softwareindustrie erfolgreich zu bestehen. Um die für den Erfolg notwendige Vernetzung der Unternehmen voranzubringen, startete die MFG Baden-Württemberg aktuell das Projekt TASK (Transferprogramm zum Aufbau von Software-Lieferketten), das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert wird. „Bei TASK arbeiten die verschiedenen Akteure der Software-Lieferkette in Software-Arbeitskreisen gemeinsam an innovativen Referenzlösungen und neuen Standards, die daraufhin nachhaltig vermarktet werden“, so Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. „Durch die Zusammenarbeit reduzieren sich die Entwicklungszeiten. Jedes Unternehmen bringt entsprechend seiner Position in der Software-Lieferkette seine Kernkompetenzen ein, stärken auf diese Weise ihre Wettbewerbsposition.“

Aktuell startet die MFG Baden-Württemberg drei Software-Arbeitskreise, an denen weitere IT- und Anwenderunternehmen mitwirken können. Inhaltlich befassen sich die Arbeitskreise u.a. mit der Entwicklung von Verfahren für den Austausch von Workgroupdaten. Außerdem werden komponentenbasierte Lösungen für den Kundenservice und für Finanzdienstleister entwickelt. Um die ergebnisorientierte und gewinnbringende Zusammenarbeit der Akteure zu gewährleisten, steht pro Arbeitskreis je ein Moderator zur Verfügung. Neben einer effektiven Vernetzung profitieren die Teilnehmer von der öffentlichkeitswirksamen Vermarktung und Verwertung der Projektergebnisse.

Nähere Informationen zum Projekt und zur Teilnahme an den Software-Arbeitskreisen gibt Eike Bieber, MFG Baden-Württemberg, Telefon 07 11/90 71 53 64 oder per E-Mail bieber@mfg.de.